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Andrea Sabisch (2007): Inscenating Searching. About Making Aesthetical Experiences Visible by Biographical Notes. A Sketch of a Critical Scientific Research on Scripts. Bielefeld: transcript.
University of Education Ludwigsburg, Germany. (Tacit Dimensions of Pedagogy)ORCID iD: 0000-0003-0328-1971
2007 (German)In: Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Pädagogik, ISSN 0507-7230, Vol. 3, p. 372-374Article, book review (Refereed) Published
Abstract [de]

Sorgfältig geleitet Andrea Sabisch den Leser ihrer Abhandlung an einen Ort, sie nennt ihn Aufzeichung oder Grafie, den sie grundlegend von Differenzen her verstanden wissen will.

Jeder wissenschaftliche Orientierungsversuch und jede wissenschaftliche Stellungnahme ist von Unterscheidungen bestimmt. Nur handelt es sich hierbei in der Regel um Definitionen, das heißt um Grenzziehungen auf begrifflicher Ebene. Definitionen erscheinen in der Dissertation von Andrea Sabisch häufig erst im Nachhinein. Dies könnte folgenden Grund haben: Unterscheidungen im Sinne von Definitionen sind von solchen, die aus Differenzen resultieren, grundlegend verschieden. Denn Differenzen unterlaufen gerade das eindeutig Bestimmbare und Bestimmte, indem sie die paradoxale Struktur von Begriffen anzeigen. Liest man etwa, dass die Denkbewegung der Autorin von der Erwartung bestimmt ist, dass ein Suchender nicht im vornherein weiß, was er sucht, er aber dennoch fündig wird (S.18), so könnte man darüber stolpern: Ist es nicht widersinnig, dass hier einer, der offenbar gar nichts sucht, als Suchender bezeichnet wird? Die Autorin zitiert den Philosophen Jacques Derrida, der den Vollzug von Erfahrung als die Durchquerung eines noch nicht vorhandenen Raumes auslegt, der sich im Gehen erst öffnet (S.17)… - Ist es nicht widersinnig, dass Erfahrung als das Durchschreiten eines Vakuums bestimmt wird? Wenn außerdem ein Zitat des Philosophen Jacques Derrida herangezogen wird, in dem behauptet wird, dass eine Erfindung auf der Grundlage eines „Nichtsehenkönnens“ oder auch „Nichtsagenkönnens“ erfolgt (S.241), so drängt sich auch dann eine Frage auf, nämlich: Ist es nicht widersinnig, dass sich die Tätigkeit des Erfindens demnach aus menschlichem Unvermögen speist? Es ist nicht zu erwarten, dass es auf eine dieser Fragen überhaupt eine befriedigende Antwort gibt. Denn jede der drei genannten Argumentationsfiguren variiert dasselbe Paradox, das hier jeder menschlichen Erfahrung zugrunde gelegt wird: das Moment des auf ein Etwas-Gerichtet-Seins verbindet sich mit einer in dieses eingelagerten, unhintergehbaren Vagheit, die jedem Versuch einer Festschreibung und Definition vorgeordnet ist und einen solchen immer schon unterläuft. Alle drei Figuren der Orientierung laufen auf ein nicht artikulierbares Wissen hinaus, das dem noch Unbekannten zugewandt ist und dieses eben nicht in Bekanntes verwandelt. Gemeint ist ein Wissen, das Neues, Außer-Ordentliches strukturiert und auf einer körperlich vermittelten Heuristik, auf einer Findigkeit des Körpers (Waldenfels 2002) beruht, die in der vorliegenden Arbeit in schier unendlichen Varianten vorgeführt wird. Die eingenommene Perspektive macht die Abhandlung insbesondere für diejenigen zur reichhaltigen Fundgrube, die das Anliegen haben, künstlerische Ausdrucksformen oder ästhetische Erfahrungen, Andrea Sabisch spricht von ästhetischen Anwendungen von Erfahrungen, philosophisch zu reflektieren.

Place, publisher, year, edition, pages
Paderborn: Ferdinand Schöningh , 2007. Vol. 3, p. 372-374
National Category
Educational Sciences
Research subject
Pedagogics and Educational Sciences
Identifiers
URN: urn:nbn:se:lnu:diva-70533OAI: oai:DiVA.org:lnu-70533DiVA: diva2:1180516
Available from: 2018-02-05 Created: 2018-02-05 Last updated: 2018-02-07Bibliographically approved

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Kraus, Anja
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